Wie wäre es jetzt mit einem Spaziergang am Havelufer?

Das Ernst-Liesegang-Ufer bleibt vorerst offen.
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Das Ernst-Liesegang-Ufer bleibt vorerst offen. (Foto: Ralf Salecker)

Das Ernst-Liesegang-Ufer ist einer der schönsten Spandauer Wanderwege an der Havel. Vor kurzem hieß es noch, die Uferpromenade in Kladow würde zum 1. September gesperrt werden, weil der Weg für die Fußgänger „zu gefährlich“ wäre. Diese Entscheidung ist erst einmal ausgesetzt. Der Zustand ist wirklich desolat. Zwischen Wasserrettungsstation und Restaurant Seeblick sind die Schäden besonders groß. Nach längerem Regen wurde der Uferweg immer wieder teilweise überspült. Trotzdem haben sich bis vor rund einem Jahr Fußgänger und Radfahrer den holprigen schmalen Weg geteilt – ohne dass etwas passiert ist. Alle haben einen Spaziergang entlang von Havel und Kleingärten genossen.

Der Namensgeber, ein ehemaliger Spandauer Bürgermeister, wird sich wahrscheinlich wegen der beabsichtigten Sperrung im Grabe herumdrehen. Eigentümer des Ernst-Liesegang-Ufers ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Sie wäre verantwortlich gewesen, den Weg in Stand zu halten. Eine Sanierung des Uferweges soll etwa eine Million Euro kosten, Geld, was für die BImA derzeit nicht tragbar ist.

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Das Ernst-Liesegang-Ufer bleibt vorerst offen. (Foto: Ralf Salecker)

Nun könnte man sich ja theoretisch damit abfinden. Schließlich ist 100 Meter vom Ufer entfernt der neue Havel-Radweg entstanden – auch wenn man sich fragen muss, ob er seinem Namen noch gerecht wird. Der Havel-Radweg ist ein wichtiger Bestandteil des Fahrradroutennetzes in Berlin und Brandenburg. Der neue breite asphaltierte Weg wird gerne von Fußgängern und Radfahrern genutzt – nur bietet er keinen Blick mehr auf die Havel.

Jetzt heißt es erst einmal abwarten. Der SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz hat mit der BImA gesprochen und ein wenig Zeit gewonnen. Bezirk und BImA müssen nun zu Vereinbarung über die dauerhafte Nutzung und Sicherheit des Weges kommen. Das wird sicherlich nicht einfach. Nicht nur Spandauer würden über eine unbegrenzte Sperrung des Weges wenig erfreut sein.

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