„Spandauer Ansichtssachen“ wirbt für den westlichsten Hauptstadtbezirk

Spandauer Ansichtssachen - Imagebroschüre für den Bezirk
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Symbolisch überreichten der Fotograf Ralf Salecker und Sven-Uwe Dettmann (GF – Partner für Spandau GmbH) das erste Exemplar der Broschüre dem für Tourismus zuständigen Spandauer Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke. (Foto: Ralf Salecker)

In Kooperation mit visitBerlin und in Zusammenarbeit mit dem Spandauer Fotografen Ralf Salecker hat die Partner für Spandau GmbH im Vorfeld der Internationalen Tourismusbörse 2017 eine neue Imagebroschüre zum Bezirk herausgebracht. Das druckfrische Werk bietet auf 32 Seiten exzellente Ein- und Ansichten aus allen Spandauer Ortsteilen – klassisch sortiert von Nord nach Süd. Sie war so begehrt, dass sie inzwischen völlig vergriffen ist.

Ob Hakenfelde, Falkenhagener Feld, Haselhorst, Siemensstadt, Staaken, Alt- oder Neustadt, Wilhelmstadt, Gatow oder Kladow – auch dem „Ur-Spandauer“ erschließen sich beim Durchblättern der einzelnen Kapitel überraschende neue Blickwinkel auf urbanes Leben inmitten und in Nachbarschaft beeindruckender Naturräume. Zwei inhaltliche Schwerpunkte bilden die Zitadelle mit ihren zahlreichen Angeboten und der im Jahr 2017 sein 750-jähriges Jubiläum begehende Ortsteil Kladow.

Viele der verwendeten Fotos wurden im Panoramaformat produziert. Der Textanteil ist bewusst klein gehalten, um die Bilder wirken zu lassen. Eine Klappkarte an der Rückseite erlaubt eine leichtere bildliche Orientierung.

 

Das erste Exemplar bekam der Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke

Der Spandauer Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) erhielt als erster die neue Spandau Broschüre überreicht (Foto) und merkte an: „Mit den Spandauer Ansichtssachen wird gezeigt, wie sehens- und lebenswert ein Großstadtbezirk sein kann. Ein gelungenes Werk!“ Schon beim letzten Treffen des Runden Tisch Gewerbe stellte Gerhard Hanke heraus, wie wichtig Tourismus und Tourismusförderung für den Bezirk sind.

Und der Geschäftsführer der Partner für Spandau GmbH, Sven-Uwe Dettmann, ergänzt: „Damit gelingt ein Lückenschluss in den touristischen Angeboten des Bezirkes und in seiner Außendarstellung – genau so ein hochwertiges, die Schokoladenseiten Spandaus darstellendes Druckwerk wurde häufig nachgefragt und liegt jetzt vor“.

 

Berlin als Tourismusmagnet

Tourismus ist ein boomender Wirtschaftsfaktor für die Hauptstadt. 2014 wurden im Tourismussektor 10,65 Milliarden Euro umgesetzt. Daraus ergaben sich Steuereinnahmen in Höhe fast 2 Milliarden Euro. Immer neue Arbeitsplätze entstehen in diesem Bereich. Mehr als 240.000 Menschen leben vom Tourismus. Schaut man 10 Jahre zurück, dann hat sich die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus nahezu verdoppelt. Berlin ist inzwischen nach London und Paris auf Platz drei der beliebtesten Städte in Europa angelangt. Die Zahl der Besucher steigt auch weiterhin.

Über 31 Millionen Übernachtungen wurden 2016 in Berlin gezählt, fast drei Prozent mehr, als im Jahr zuvor. Nicht alle davon sind Touristen. Ein Viertel z.B. entfallen alleine auf Kongressteilnehmer. Schaut man dann noch auf die gewerblichen Übernachtungsgäste und diejenigen, die in kleineren Hotels (< 10 Betten), Pensionen, Campingplätzen oder gar privat unterkommen, sind es stolze 106 Millionen Tagesgäste im Jahr.

 

Warum nicht auch nach Spandau?

Spandauer Ansichtssachen - Imagebroschüre für den Bezirk
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In Kooperation mit visitBerlin und in Zusammenarbeit mit dem Spandauer Fotografen Ralf Salecker hat die Partner für Spandau GmbH im Vorfeld der Internationalen Tourismusbörse 2017 eine neue Imagebroschüre zum Bezirk herausgebracht. (Titelfoto: Ralf Salecker)

Viele Besucher kommen nicht nur einmal nach Berlin. Irgendwann sind alle der großen Sehenswürdigkeiten abgeklappert, alle hippen und schrillen Orte besucht. Dann steigt das Interesse der Touristen für die sehenswerten Angebote in den Randbezirken. Spandau hat viel zu bieten. Man muss nur dafür trommeln.

Mehr als 30 Hotels und Pensionen mit rund 3.000 Betten, sowie acht Campingplätze bieten Übernachtungsgelegenheiten in Spandau für jeden Bedarf. 250.000 Gäste blieben 2015 durchschnittlich etwa zweieinhalb Tage im Bezirk. Während die typischen Berlinbesucher zu rund 54 Prozent aus Deutschland kommen und 46 Prozent aus dem Ausland kommen, sind es in Spandau nur 20 Prozent.

Früher wurde touristische Werbung allein für die großen Sehenswürdigkeiten im Herzen Berlins gemacht. Dazu kamen dann höchstens noch Objekte, wie das Schloss Charlottenburg und der Funkturm, die schon „etwas weiter draußen“ lagen. Dies ist inzwischen anders. Von visitBerlin gibt es eine wunderbare App für alle Smartphone-Besitzer, die zeigt, dass es mehr in Berlin zu sehen gibt – man muss nicht nur im Zentrum bleiben.

Anders, als eigenständige Gemeinden, haben Berlins Bezirke keinen offiziellen Haushaltsetats für Tourismusförderung und -werbung. So ist es nicht verwunderlich, dass kleine Orte, rund um Berlin, mehr Geld in die Hand nehmen können, um Touristen werben.

Als die schwarz-rote Koalition 2011 in Berlin antrat, schrieb sie sich eine qualitative Weiterentwicklung des Tourismus auf die Fahnen. Daraus müsste eigentlich eine intensivere touristische Förderung der Bezirke folgen. Burkhard Kieke, Tourismusmarketingmanager von visitBerlin, meinte2014 in einem Interview einmal, wir müssen auch in Spandau und Köpenick Anziehungspunkte schaffen, um die Innenstadtbezirke zu entlasten.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hat im Rahmen der Tourismus- und Kongressbilanz 2016 angekündigt, 2017 ein neues Tourismuskonzept zu erarbeiten. „Darin wird es erstmals auch darum gehen, Kriterien für stadtverträglichen und nachhaltigen Tourismus zu berücksichtigen.“ Wir dürfen gespannt sein. Es wäre ja zu wünschen, dass den Bezirken dann ein eigener Etat für die Tourismusförderung zugebilligt wird.

Schaffen muss man die Anziehungspunkte in den Bezirken nicht. Sie sind ja meist schon da. Die Infrastruktur muss an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden. Was ja teilweise auch schon geschieht, wie z.B. in Spandau mit der Sanierung des Havelradweges. Wichtig ist, für die bestehenden Attraktionen intensiv zu werben. Köpenick hatte schon frühzeitig und selbstbewusst damit angefangen („Treptow-Köpenick gilt als reizvollste, vielfältigste und zugleich erholsamste Tourismusregion Berlins und schließt sich direkt an die historische Mitte der Hauptstadt an.“). Spandau zieht nun nach. Partner für Spandau veranstaltet eben nicht nur Feste in Spandau, sondern sorgt auch für ein Bezirksmarketing, welches über die Grenzen des Bezirkes hinaus reicht. Im Bezirksamt selbst gibt es jemanden, der explizit für Tourismus zuständig ist. Es geschieht also etwas.

Die großartige Zitadelle als Tourismus-Magnet reicht alleine nicht aus. Von den unzähligen Konzertbesuchern, die nur deswegen die Renaissancefestung besuchen, verirrt sich kaum jemand in die Altstadt, geschweige denn, darüber hinaus.

All die, die in Spandau vom Tourismus profitieren, also z.B. Gastronomie- und Übernachtungsgewerbe, sind gefragt, attraktive Angebote zu präsentieren – oder auf die bestehenden Möglichkeiten im Bezirk hinzuweisen. Sich nur als praktisch gelegene Schlafstatt von Messeteilnehmern oder Berlin-Besuchern zu verstehen, genügt eben nicht. Mehr gastronomische Angebote direkt am Havelradweg wären wünschenswert. Radverkehr sollte aktiver gefördert und geschützt werden.

 

Kostenlose Broschüre in der Spandauer Tourist-Information

Die „Spandauer Ansichtssachen“ können von jedem Bürger oder Gast des Bezirkes in der Tourist-Information Berlin-Spandau im Gotischen Haus, Breite Straße 32, abgeholt werden: montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr. Nun, nachdem die Broschüre vergriffen ist, muss man sich gedulden, bis eine neue Auflage möglich ist.

 

 

 

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