Begleitveranstaltung zur Otto-Bartning-Ausstellung

Reichsforschungssiedlung in Haselhorst
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Reichsforschungssiedlung in Haselhorst (Foto: Ralf Salecker)

Bauen in sozialer Verantwortung, ist das Thema der Otto-Bartning-Ausstellung der Akademie der Künste. Passend dazu gibt es am 8.April eine Führung in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst. Die zweistündige Führung beleuchtet erstmals die besondere Rolle von Otto Bartning, dem Architekten der Gewobag-Siedlung in Haselhorst. Die Führung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.

Mit der Führung beteiligt sich die Gewobag am Rahmenprogramm der Ausstellung „Otto Bartning – Architekt einer sozialen Moderne“ in der Akademie der Künste (31.3. bis 18.6.2017). Dafür hat die Gewobag außerdem Originalpläne Bartnings und zahlreiche Fotodokumente zur Verfügung gestellt. Die Stadtführung wird von dem Autor Michael Bienert geleitet, der im Auftrag der Gewobag das Buch „Moderne Baukunst in Haselhorst“ (Berlin Story Verlag, 2. Auflage 2015) erarbeitet hat. Er ist Verfasser zahlreicher Berlin-Bücher und ausgewiesener Experte für Architekturführungen. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen beschränkt, eine Anmeldung ist zwingend erforderlich.

 

Kirchenbaumeister und Architekt mit sozialer Verantwortung

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Denkmal zur Vollendung der Reichsforschungssiedlung Haselhorst Anfang Juli 1935 (Foto: Ralf Salecker)

Der Architekt Otto Bartning (1883-1959) ist vor allem als innovativer Kirchenbaumeister bekannt, doch er gehörte ab 1926 auch zu den Gründern und aktivsten Mitgliedern der Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen. Sie plante ab 1928 eine große Versuchssiedlung in Spandau-Haselhorst mit 3500 Wohnungen, die von der Gewobag bis 1934 errichtet wurden. Nach dem Ausscheiden des Wettbewerbssiegers Walter Gropius entstanden in Haselhorst nach Plänen von Otto Bartning das gemeinschaftliche Waschhaus der Reichsforschungssiedlung und Zeilenbauten mit 372 Wohnungen.

Im Zuge der denkmalgerechten Sanierung der Reichsforschungssiedlung (2004-2014) hat die Gewobag das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassaden und Treppenhäuser wiederhergestellt. Außerdem wurde eine Museumswohnung mit Mobiliar aus den 1930er Jahren in der Siedlung eingerichtet.

 

Führung in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst

  • Leitung der Führung: Michael Bienert
  • Termin: Samstag, den 8.4. von 14 bis 16 Uhr
  • Treffpunkt: Museumswohnung in der ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst, Burscheider Weg 21, 13599 Berlin (Spandau)
  • Anmeldung bis spätestens 5. April 2016 bei Frau Fischer, E-Mail m.fischer@gewobag.de

 

Ausstellung Otto Bartning 1883-1959

  • Architekt einer sozialen Moderne
  • vom 31.03. – 18.06.2017
  • Akademie der Künste
  • Hanseatenweg 10
  • 10557 Berlin

 

Museumswohnung Haselhorst – Innovatives Wohnen anno 1935

An der bis 2014 denkmalgerecht modernisierten ehemaligen Reichsforschungssiedlung Haselhorst waren unter anderem Bauhausgründer Walter Gropius und namhaften Architekten wie Paul Mebes und Otto Bartning beteiligt. Zur offiziellen Fertigstellung 1935 wurden in Haselhorst mehr als 3.400 Wohnungen für rund 12.000 Menschen fertiggestellt. Wegen der großen Wohnungsnot war das Ziel des „Neuen Bauens“, möglichst praktische und platzsparende Grundrisse für das Leben von einkommensschwachen Familien zu entwickeln. Ergebnis waren staatlich geförderte Wohnungen, in denen der knappe Raum optimal ausgenutzt wurde.

Die heutige Museumswohnung plante Architekt und Stadtplaner Fred Forbát als Kleinstwohnung mit 45 Quadratmetern Wohnfläche für eine Familie mit zwei Kindern. Die Besucher erwartet viel Originalsubstanz: Holztüren mit den originalen Klinken und Türzargen, ein Türspion, Terrazzoböden in Bad und Küche, in den Zimmern historische Holzdielen mit ochsenblutrotem Anstrich. Das dazu passende Mobiliar aus der Bauzeit wurde neu beschafft, darunter eine historische Kochmaschine, eine Kurzbadewanne, ein Badeofen und sogar Vorhangstoffe und Bettwäsche aus den 1930er Jahren.

 

Besichtigung der Museumswohnung – Die Termine für 2017

Burscheider Weg 21

13599 Berlin

Die Museumswohnung ist an folgenden Tagen für Besucher geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

  • So, 29.01.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 26.02.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 26.03.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 30.04.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 28.05.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 25.06.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 30.07.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 24.09.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 29.10.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr
  • So, 26.11.2017 von 14:30 bis 16:30 Uhr

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