Eröffnung der neuen Badestelle am Kiesteich

Badespaß zum Tag der Städtebauförderung am 5. Mai 2018

Liegewiese am Spektesee im Falkenhagener Feld

Hunde müssen aus Rücksicht auf die Badegäste draußen bleiben (Foto: Ralf Salecker)

Das Falkenhagener Feld hat nun eine offizielle Badestelle. Die Temperaturen lassen hoffen. Lange haben die Anwohner des Falkenhagener Felds auf ihre Liegewiese am Großen Spektesee, dem Kiesteich, gewartet. Am 5. Mai, zum Tag der Städtebauförderung, wird die Liegewiese von Bezirkspolitikern und Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen feierlich eröffnet. Damit kommen die Arbeiten der letzten Jahrzehnte im Spektegrünzug zu ihrem Abschluss.

Ein kleines Begleitprogramm mit Musik und Gewinnspielen sorgt für Unterhaltung. Die Mutigen beim Anbaden bekommen eine kleine Überraschung. Kinder können sich auf einer Hüpfburg vergnügen oder sich schminken lassen. An Ständen und bei Rundgängen gibt es Informationen zu den Sport- und Freizeitangeboten im Spektepark sowie zum Kita-Neubau auf dem Parkplatz. Hungern und dürsten muss natürlich auch niemand. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

Seit der Eröffnung neuer Sport- und Freizeitangebote im Spektepark 2013 verfügen die Bewohner des Falkenhagener Feldes über eine attraktive Parkanlage, die kaum Wünsche offen lässt und für Nutzer aller Altersgruppen passende Angebote bereithält.

Programmablauf

  • Samstag, den 5. Mai 2018

    Liegewiese am Spektesee im Falkenhagener Feld

    Bald tummeln sich hier viele Badegäste (Foto: Ralf Salecker)

  • 15 Uhr feierliche Einweihung
  • 14.00 -18.00 Uhr Festprogramm
  • Liegewiese im Spektepark – Falkenhagener Feld, Am Kiesteich 40 (Parkplatz)
  • 15 Uhr: Einweihung der neuen Badestelle um 15 Uhr durch Frank Bewig, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Gesundheit mit dem Staatssekretär für Wohnen Sebastian Scheel und dem Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank
  • 15:30 Uhr: Anbaden im Spektesee/Kiesteich; Preise für alle Mutigen
  • 16:30 Uhr: Inforundgang – neue Projekte im Spektepark
  • Live-Musik, buntes Bühnenprogramm
  • Essen, Trinken, Infostände
  • Kletterfelsen, Beachvolleyball und Zumba
  • Kinderschminken und Hüpfburg

 

Geschützte Ufer

Liegewiese am Spektesee im Falkenhagener Feld

Badestelle am Kiesteich, kurz vor der offiziellen Freigabe (Foto: Ralf Salecker)

Was in den letzten Jahren noch fehlte, waren die Uferanlagen am Kiesteich. Seit dem Herbst 2014 wurde die Wegeführung im Park verändert und eine Zaunanlage zum Schutz der Natur um den gesamten See errichtet.

2016 begann ein Bauabschnitt im Nordwesten des Kiesteichs, bei dem der Seegrund von Gefahrenstellen wie Bauschutt beräumt und mit Sandaufschüttungen ein Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich geschaffen wurde. 2017 ging es an die Neugestaltung der Liegewiese.

Ein wichtiger Punkt dabei war die ökologische Aufwertung und Sicherung des Sees sowie die Herstellung einer offiziellen und sicheren Badenutzung an der Liegewiese.

Schlechte Wasserqualität des Kiesteichs und einige Gefahrenstellen auf dem Seegrund führten bisher zu einem offiziellen Badeverbot. Der Mensch war nicht ganz unschuldig an der Verschmutzung. Intensives Füttern der Wasservögel führte zu deren starker Vermehrung, was zusätzlich die Wasserqualität beeinträchtigte. Aus diesem Grund wurde auch die Futterstelle an der ehemaligen Holzbrücke vollständig zurückgebaut. Das ökologische Gleichgewicht

Liegewiese am Spektesee im Falkenhagener Feld

Badestelle am Kiesteich, kurz vor der offiziellen Freigabe (Foto: Ralf Salecker)

des Sees, besonders in den warmen Sommermonaten, war zunehmend gefährdet.

Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West sorgen die Bautätigkeiten für eine nachhaltige, ökologische Entwicklung des Sees und ermöglichen so die lang erwartete  offizielle Badenutzung.

Während der Wintermonate konnten die Anwohner beobachten, wie mit schwerem Gerät ein Unterwasserwall an der Badestelle errichtet wurde, der ein Abrutschen verhindern soll. Frischer Sand im Uferbereich sorgt nun für einen flachen Strandbereich, der ungefährdet genutzt werden kann.

Einzig an dieser Badestelle soll in Zukunft das Baden erlaubt sein. Es bleibt zu hoffen, dass alle sich daran halten. Die anderen mit einem Zaun  geschützten Uferbereiche sind einerseits wichtige Ruhezonen für Tiere, dienen aber auch mit ihrem Schilfbestand als natürliche Filteranlage zur Reinhaltung des Wassers. Wer will schon in dreckigem Wasser baden…

Liegewiese am Spektesee im Falkenhagener Feld

Deutlicher Hinweis. Werden sich alle dran halten? (Foto: Ralf Salecker)

Liegewiese am Spektesee im Falkenhagener Feld

Bis hierhin geht der Flachwasserbereich (Foto: Ralf Salecker)

Hunde haben an dieser Badestelle schon aus Rücksichtnahme auf andere Badegäste grundsätzlich nichts zu suchen.

10. Brandenburg-Tag

Urlaubsland Brandenburg zu Gast in Spandau

Brandenburg-Tag in der Spandauer Altstadt

Brandenburg-Tag in der Spandauer Altstadt (Foto: Ralf Salecker)

Am 28. April von 11 bis 18 Uhr werden Brandenburgs Regionen ihre Urlaubs-Highlights 2018 auf dem Markt in der Spandauer Altstadt vorstellen. Ein rundes Jubiläum ist zu feiern: Zum zehnten Mal hintereinander ist der Spandauer Marktplatz Ende April fest in Brandenburgischer Hand: Am letzten Samstag im April stellen touristische Anbieter aus allen Regionen Brandenburgs den Spandauern und Berliner ihre die aktuellen Urlaubs-, Ausflugs- und Wellnessangebote vor.

Waren es bei der ersten Auflage 2009 gerade einmal eine Handvoll touristischer Stände in der Spandauer Altstadt, kann man sich in diesem Jahr auf die Präsentation von über 50 verschiedenen Destinationen aus dem Tourismus-, Freizeit- und Wellnessbereich aus dem Land unterm Roten Adler freuen. Traditionell besonders stark vertreten: die Prignitz und das Ruppiner Seenland. Ein Schwerpunkt 2018 ist der Radtourismus in der Region.

Bei drei verschiedenen nachmittäglichen Verlosungsrunden an der Bühne kann man mit ein wenig Glück sogar in den Besitz kleinen „Vorspeise“ für den zukünftigen Brandenburg-Urlaub kommen, seien es nun Eintrittskarten für das eine oder andere Kulturfestival oder gar ein Gutschein für ein Pärchen-Wochenende mit Übernachtung und Frühstück. Neben dem Losglück kann dabei vor allem im finalen Wettstreit gutes Wissen über das Bundesland Brandenburg hilfreich sein.

In Kooperation mit der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB) lädt Partner für Spandau somit bereits zum zehnten Mal zu einer Umland-Tourismus-Börse zum Start in die touristische Hauptsaison ein: Regionen und Veranstalter, Freizeitanbieter, Landhotels und Bauernhöfe präsentieren sich für das hauptstädtische Publikum. Ein buntes Bühnenprogramm mit Livemusik von „Sunny & Friends“ runden das Fest ebenso ab wie Speis und Trank aus der Region. Wieder mit dabei mit einer kleinen Musical-Live-Show am Nachmittag: das Event-Theater der Stadt Brandenburg.

 

Brandenburg-Tag Berlin-Spandau

  • Auf dem Spandau-Marktplatz
  • 28. April 2018 von 11 – 18 Uhr
  • Offizielle Eröffnung, 12 Uhr durch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank

 

Foto-Impressionen vom Brandenburg-Tag

„Wappen von Spandau“ auf Berlins Gewässern

Taufe eines neuen Fahrgastschiffes der Reederei Lüdicke

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Ein neues Fahrgastschiff, welches den Bezirksnamen Spandau dann durch Berlin trägt, wird am 31. März, mit Beginn des neuen Fahrplans, am Lindenufer in der Spandauer Altstadt auf den Namen “MS Wappen von Spandau” getauft werden. Dann ist das Schiff auch zu besichtigen. Die MS Heiterkeit am Lindenufer ist allen Spandauer wohl bekannt. Nun hat die Reederei Lüdicke ihre Flotte erweitert. 300 Personen werden auf dem neuen Schiff durch Berlin schippern dürfen – allein auf dem Oberdeck ist Platz für 250. Damit passen hier viermal mehr Passagiere hinein, als es bei der MS Heiterkeit möglich ist. Kein Wunder, schließlich ist es mit einer Länge von 42,9 Metern fast 20 Meter länger als die Heiterkeit. Bei schlechterer Witterung oder Tanzveranstaltungen können sich 152 Gäste im Salon vergnügen.

Die Schiffsbesichtigung ist am 31.März ab 9:30 Uhr möglich. Um 12 Uhr erfolgt die feierliche Taufe an der Anlegestelle Lindenufer auf den Namen “Wappen von Spandau”. Das Schiff selbst lief schon 1971 vom Stapel. Mit einem emissionsärmeren Motor, neuer Küche und einem absenkbaren Steuerhaus versehen kann es nun von Spandau aus durch Berlin schippern. Touren wird es auch weit über Berlin hinaus geben, wie z.B. eine Tour nach Magdeburg. Die erste öffentliche Rundfahrt mit dem Schiff findet am Ostersonntag statt: City-Fahrt von 10.30 – 13.30 Uhr.

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

Wappen von Spandau, das neue Fahrgastschiff der Reederei Lüdicke (Foto: Ralf Salecker)

12. Oster-Ritter-Fest auf der Zitadelle 2018

„Mittelalterliches“ in Spandaus Renaissancefestung

12. Oster-Ritter-Fest auf der Zitadelle 2018

12. Oster-Ritter-Fest auf der Zitadelle 2018

Viele haben eine sehr romantische Beziehung zum Mittelalter. Dies könnte am kommenden Oster-Wochenende auf der Zitadelle in Spandau wieder ausgelebt werden. Man mag sich trefflich darüber streiten, wie mittelalterlich das Angebot dort ist. Wer sich auf den Spaß einlässt, kann sich bei Ritterturnieren, Musik und akrobatischen Aufführungen vergnügen.

Die Renaissancefestung bietet den Freunden mittelalterlicher Gewandung und Musik zweimal im Jahr die Gelegenheit, sich auf eine gedankliche „Zeitreise“ einzulassen. Ritter zu Pferde und zu Fuß treten hier gegeneinander an. Wer es weniger martialisch mag, kann den Musikern von „LaMarotte“, „Scherbelhaufen“ und „Tagasunna“ lauschen oder Gauklern und Akrobaten bei ihren Aktionen zuschauen.

Das “Mittelaltersprech” ist mehr als gewöhnungsbedürftig, weniger davon wäre sicherlich mehr… Wenn jemand einmal wieder zum „Handgeklapper“ aufruft, sträuben sich bei vielen die Haare. Trotzdem oder gerade deswegen finden viele ihren Spaß daran. Darum soll es an diesem Oster-Wochenende 2018 vor allem gehen.

Wenn zu viel der seltsamen Begriffe fallen, hilft möglicherweise ein Besuch in der Taverne. Fakir- und Feuershows entschädigen schnell für die eine oder andere Seltsamkeit. Kinder werden in jedem Fall ihren Spaß haben, beim Bogenschießen, Axt- und Messerwerfen, dem Mäuseroulette, dem Fretchenzirkus, einem Märchenerzähler oder auf dem historischen Karussell.

Einen guten Überblick über den ganzen Trubel bekommt man vom mittelalterlichen Juliusturm. Ein Besuch der Museen, Ausstellungen und Turmbesuch im Eintrittspreis enthalten. Diese sind bis bis 17 Uhr geöffnet. Wer noch nicht die Figuren aus der ehemaligen Siegesallee betrachtet hat, sollte die Gelegenheit nutzen – es lohnt sich in jedem Fall. Musikinstrumente ganz besonderer Art sind in den Räumlichkeiten der Instrumentenwerkstatt des Klang-Holz e.V. im Haus 4 zu bestaunen. Hier können historische und moderne Musikinstrumente unter fachkundiger Anleitung gebaut werden. Ab und an locken kleine Konzerte im gemütlichen Musikraum, umgeben von unzähligen Instrumenten.

Am Ende des Beitrages gibt es ein paar Foto-Impressionen von vergangenen Mittelaltermärkten.

 

Eintrittspreise zum 12. Oster-Ritter-Fest auf der Zitadelle 2018

  • Kinder bis 5 Jahre und Ritter in Vollrüstung frei
  • Kinder & Jugendliche bis 16 Jahren: Tageskarte 6,- €/ 3-Tageskarte 9,- €
  • Schüler, Studenten & Gewandete: Tageskarte 9,- €/3-Tageskarte 15,- €
  • Ritter & Edelleute (also alle anderen): Tageskarte 12,- €/ 3-Tageskarte 18,- €
  • Familien (2 Erwachsene mit eigenen Kindern/Enkeln bis 16 Jahre): Tageskarte 30,- €/ 3-Tageskarte 36,- €

 

Programm des 12. Oster-Ritterfest auf der Zitadelle Spandau

(alle Angaben ohne Gewähr)

Samstag – Sonntag von 10 bis 20:30 Uhr

  • 10.00 Einlass auf der Zitadelle Spandau in Berlin
  • 10.30 Ritterkampf mit Axt, Schwert & Morgenstern – Turnierplatz
  • 11.00 Musik mit „LaMarotte“ auf der Hauptbühne – Turnierplatz
  • 11.00 Show mit „Braxas-A-“ auf der Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 11.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 11.45 Spiel und Spaß mit „Flugträumer“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 12.00 Musik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am großen Turm
  • 12.00 Konzert mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 12.30 Ritterturnier zu Pferde zur Befreiung der Zitadelle Spandau mit der Rittergruppe „Arturius-Horse-Stunt-Team“ auf dem Turnierplatz
  • 13.00 Show mit „Braxas-A-“ auf der Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 13.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 13.30 Musik mit „LaMarotte“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 14.00 Musik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am großen Turm
  • 14.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 14.15 Ritterkampf mit Axt, Schwert & Morgenstern – Turnierplatz
  • 14.45 Akrobatik & Show mit „Flugträumer“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 15.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 15.00 Fakir-Show mit „Braxas-A-“, Bühne 2-Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 15.30 Ritterturnier zu Pferde zur Befreiung der Zitadelle Spandau mit der Rittergruppe „Arturius-Horse-Stunt-Team“ auf dem Turnierplatz
  • 16.00 Musik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am großen Turm
  • 16.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 16.30 Musik mit „LaMarotte“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 17.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 17.00 Show mit „Braxas-A-“ auf der Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 17.15 Spiel und Spaß mit „Flugträumer“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 18.00 Musik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am großen Turm
  • 18.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 18.00 Mystische Feuer-Reitershow des „Arturius-Horse-Stunt-Team“
  • 18.30 Musik mit „LaMarotte“ & Tavernen-Feuerspektakel der „Flugträumer“
  • 19.00 Musik & Feuer mit „Tagasunna“ & „Chibraxa“ auf der Turm-Bühne 3
  • 19.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 Bastion Kronprinz (Hafen) und mystische Feuershow mit „Braxas-A-“
  • 20.30 Ende – wird verkündet. Die Ritter sind müde & kaputt!

 

Programm Ostermontag 10 – 19 Uhr

  • 10.00 Einlass auf der Zitadelle Spandau in Berlin
  • 10.30 Ritterkampf mit Axt, Schwert & Morgenstern – Turnierplatz
  • 11.00 Musik mit „LaMarotte“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 11.00 Show mit „Braxas-A-“ auf der Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 11.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 11.45 Spiel und Spaß mit „Flugträumer“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 12.00 Musik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am große Turm
  • 12.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 12.30 Ritterturnier zu Pferde zur Befreiung der Zitadelle Spandau mit der Rittergruppe „Arturius-Horse-Stunt-Team“ auf dem Turnierplatz
  • 13.00 Show mit „Braxas-A-“ auf der Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 13.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 13.30 Musik mit den „LaMarotte“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 14.00 Musik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am großen Turm
  • 14.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 14.15 Ritterkampf mit Axt, Schwert & Morgenstern – Turnierplatz
  • 14.45 Akrobatik & Show mit „Flugträumer“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 15.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 15.00 Fakir-Show mit „Braxas-A-“, Bühne 2-Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 15.30 Ritterturnier zu Pferde zur Befreiung der Zitadelle Spandau mit der Rittergruppe „Arturius-Horse-Stunt-Team“ auf dem Turnierplatz
  • 16.00 HMusik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am große Turm
  • 16.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 16.30 Musik mit „LaMarotte“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 17.00 Show mit „Chibraxa“ auf der Bühne 3 – am großen Turm
  • 17.00 Show mit „Braxas-A-“ auf der Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen)
  • 17.15 Spiel und Spaß mit „Flugträumer“, Hauptbühne – Turnierplatz
  • 18.00 Musik mit „Tagasunna“, Bühne 3 – am großen Turm und Feuer- & Fakirshow mit „Chibraxa“
  • 18.00 Musik mit „Scherbelhaufen“, Bühne 2 – Bastion Kronprinz (Hafen) und mystischer Feuershow mit „Braxas-A-“
  • 18.00 Musik mit „LaMarotte“ & Tavernen-Feuerspektakel der „Flugträumer“
  • 19.00 Ende – wird verkündet. Die Ritter sind müde & kaputt!

Fotogalerie zu einigen Mittelaltermärkten auf der Zitadelle

 

 

Ein seltsames Mauerjubiläum

Tour-Empfehlung Spandauer Mauerradweg – auch in der kalten Jahreszeit zu radeln

Letztes Mauerstück in Spandau am Glienicker See.

Die Grenze verlief minnten auf dem Glienicker See. (Foto: Ralf Salecker)

Am heutigen Tag, den 5. Februar, blicken wir auf 28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage (also 10.316 Tage) ohne trennende Mauer zurück. Genauso lange hatte die Mauer Ost und West voneinander getrennt. Trotzdem gibt es immer noch Menschen, die seit dem Fall der Berliner Mauer noch keinen Fuß von Spandau nach Brandenburg gesetzt haben. Dabei liegt es doch so nah und es gibt immer noch so viel zu entdecken. Manche werden sagen, ach die Zeit ist aber schnell vergangen, während andere wieder die Mauer selbst nie erlebt haben. Spuren der Teilung sind in Spandau nur noch wenige zu finden. Das letzte Mauerstück in Spandau wurde vor einiger Zeit unter Denkmalschutz gestellt. Dieses Relikt ist auch deswegen interessant, weil es zur 1. Generation der trennenden Mauer gehörte. Das Umfeld wurde durch die Grünflächenämter in Spandau und Potsdam gemeinsam gestaltet. Das Areal l bildet mit dem später errichteten und noch vorhandenen Streckmetallzaun sowie den beiden Mauersegmenten ein einzigartiges Gesamtobjekt zur Dokumentation der unterschiedlichen Phasen des Mauerbaus. Am 13. August 1961 begann der Mauerbau, am 9. November 1989 fiel die Mauer.

Hier wurde ein Ort geschaffen, „um Opfer zu ehren, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen, wachsam zu bleiben, Maßstäbe zu entwickeln und die Erkenntnisse auch denen zu vermitteln, die diesen Teil der deutschen Geschichte nicht mehr erlebt haben. So wird sowohl zur globalen Geschichte der Nachkriegszeit als auch zur lokalen Geschichte ein konkreter und nachvollziehbarer Bezug hergestellt.“

Gedekstelen zum Mauer an der Grenze zu Falkensee.

Auf 13 Stelen werden Geschichten der Falkenseer und Spandauer auf beiden Seiten der Mauer erzählt. (Foto: Ralf Salecker)

Aus diesem Grund möchte ich ein Teilstück des Mauerradweges in Spandau empfehlen, welches für Spaziergänger oder besser Radfahrer gut geeignet ist. Das einzige Mauerstück, welches in Spandau noch zu sehen ist, befindet sich im Gutspark Groß Glienicke an der Nordseite des Glienicker Sees. Ein Teilstück des Mauerradweges in Groß Glienicke ist ein Beispiel dafür, wie aus egoistischen Gründen der Mauerradweg unterbrochen oder gar zerstört wird.

Heute ist der Mauerradweg für viele kein Ort des Erinnerns, sondern eher eine gute Gelegenheit, Berlin zu umrunden. Die wenigsten werden dies in einem Stück versuchen, dafür sind 160 Kilometer doch ein wenig viel. Allen anderen möchte ich eine etwa 28 Kilometer lange Tour empfehlen, die am Fähranleger an der Kladower Uferpromenade beginnt, also auch für Berliner mit der BVG-Fähre gut zu erreichen ist. Die Tour auf dem Mauerradweg führt von Imchen bis zur Bürgerablage in Hakenfelde, direkt an der Grenze zu Brandenburg.

Unter Spurensuche sind einige Erklärungen zu den Gedenkorten entlang der ehemaligen Grenze in Spandau zu finden:

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Video-Link: https://www.spandau-tourist-info.de/spurensuche-berliner-mauer/

 

 

 

 

Zoff: Zitadelle Spandau oder Zitadelle Berlin?

Der Bezirk hat mehr zu bieten, als nur die Renaissancefestung

Zitadelle Spandau bei Nacht

Zitadelle Spandau bei Nacht (Foto: Ralf Salecker)

Wem gehört die Zitadelle in Spandau? Historisch korrekt ist allein die Bezeichnung Zitadelle. Trotzdem ist die gewachsene Bezeichnung Zitadelle Spandau tief in den Köpfen oder Herzen der Spandauer verankert. Sind Namen Schall und Rauch oder haben sie eine besondere Bedeutung? Diese Frage erhitzte kurze Zeit die Gemüter. Tourismusexperten, so hieß es, hätten die Zitadelle in Spandau (hier und anderswo meist „Zitadelle Spandau“ genannt) in „Zitadelle Berlin“ umbenannt. Die Zitadelle solle als Berliner und nicht als Spandauer Sehenswürdigkeit vermarktet werden. Kaum ein Tourist würde etwas mit einer „Zitadelle Spandau“ anfangen können, mit „Berlin“ im Suchbegriff dagegen schon. Das, was als Neuerung erschien, war aber schon lange Zeit gelebte Realität. Die Webadresse der Zitadelle lautete etwa seit Juni 2016 nicht mehr www.zitadelle-spandau.de, sondern www.zitadelle-berlin.de. Entsprechend fand auch die Eigenwerbung statt. Bis vor kurzem hat dies aber niemanden interessiert. VisitBerlin bezeichnet die Zitadelle als “Zitadelle Spandau.”

Keiner nimmt uns die Zitadelle!

Die Zitadelle Spandau am Havelradweg (Foto: Ralf Salecker)

Die Zitadelle Spandau am Havelradweg (Foto: Ralf Salecker)

Eine Bedeutung der Diskussion ließ sich ohne Schwierigkeiten erkennen: Die besondere emotionale Beziehung von einigen Spandauern zur traditionellen Bezeichnung „Zitadelle Spandau“ ließ die Kommentare in der Diskussion in den sozialen Medien schnell sehr lautstark werden. Eine sachliche Argumentation war nur selten zu finden. „Niemand nimmt UNS UNSERE Zitadelle weg!“ So könnte man die Kernaussage zusammenfassen. Einige Vorwürfe gegen die „Änderer“ gingen schnell unter die Gürtellinie. Nur war überhaupt nicht klar, ob diejenigen, die sich mehr oder weniger laut zum Thema äußerten, auch nur im Ansatz eine Mehrheit der Spandauer vertreten. Zeitungen und Fernsehen berichteten ebenfalls – fast im Stundentakt – über das Thema. Spandau im „Zentrum“ medialer Aufmerksamkeit. Etwas weniger Emotionalität und mehr inhaltliche Auseinandersetzung täten der Sache bestimmt gut.

Auf die lautstarke Empörung „musste“ augenscheinlich auch „die Spandauer Politik“ schnell reagieren. Erst wurde vorsichtig angedeutet, dass sich eigentlich nichts ändern würde, dann schließlich sollen alle Namensänderungen rückgängig gemacht werden. Kai Wegner, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU Spandau, geht davon aus, dass die Internetseite und alle anderen Werbematerialien der Zitadelle nun wieder umgestaltet werden.

Eine grundsätzliche Kritik am Begriff „Zitadelle Berlin“ kam von Historikern. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges bezeichneten die damaligen Machthaber den Verteidigungsbereich rund um den sogenannten Führerbunker als „Zitadelle Berlin“. Die Umbenennung aus „Profitgründen“ in „Zitadelle Berlin“ wäre ein Eigentor, hieß es da. Der Berliner Historiker Prof. Dr. Felix Escher wird mit dem Satz zitiert: „Was weitläufig erscheinen will, ist doch nur geschichtsvergessen.“ Sollte oder muss man sogar bei solchen Namensdeutungen vorsichtig sein? Darf kein Begriff mehr genutzt werden, der missbraucht wurde oder missverstanden werden kann?

60 Millionen für die Zitadelle

Leninkopf - „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“

Leninkopf – „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ Foto: Ralf Salecker)

Mehr als 50 Millionen Euro flossen im Laufe der Jahrzehnte aus den Kassen des Landes Berlin, der Klassenlotterie und der EU in die Sanierung der Zitadelle. Um die Dauerausstellung „Enthüllt – Berlin und seine Denkmäler“ zu ermöglichen, waren 13 Millionen Euro aus Lottogeldern und Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie eine Million Euro vom Bezirksamt Spandau notwendig. Eine gewaltige Summe war also notwendig, um die Renaissancefestung in Schuss zu bringen.

Ziel dieser Förderung war die Stärkung der kulturtouristischen Anziehungskraft Spandaus und Berlins. Dem Senat war es 2007, als Millionen Euro für die Dauerausstellung auf der Zitadelle bewilligt wurden, wichtig zu betonen: „Berlin muss im gesamten Stadtgebiet einen Besuch lohnen!“ Schon zuvor, aber auch in den Jahren danach, kam immer wieder Kritik auf, Berlin und Spandau würden kein vernünftiges Nutzungskonzept für die Zitadelle entwickeln.

Manch einer könnte bei der emotionalen Auseinandersetzung auf den Gedanken kommen, die Zitadelle wäre das einzige Highlight, welches Spandau zu bieten hätte. Aus der „Havelstadt Spandau“ wurde 2005 aus Marketinggründen vor vielen Jahren die „Zitadellenstadt Berlin-Spandau“. Beide Bezeichnungen haben ihre Berechtigung, weil sie für nachvollziehbare Ansätze stehen. Die Havelstadt sollte einerseits die historische Verbindung zum Havelland aber auch – nach dem Mauerfall – die neuen möglichen Verknüpfungen ins Havelland hinweisen. Mit der dem Begriff Zitadellenstadt legte man den Fokus auf das „spektakuläre“ und offensichtliche.

Unendliche Weiten… – Berlin ist mehr als seine Mitte

Zitadelle Spandau - Malerei (Foto: Ralf Salecker)

Zitadelle Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Lange Jahre war touristische Berlin-Werbung allein eine Werbung für das Herz Berlins. Touristen wagen sich maximal bis zum Schloss Charlottenburg, nahm man an, und fütterte sie entsprechend mit Informationen. Dahinter begann das unentdeckte Land. Rings um das Zentrum Berlins war die touristische Landkarte weiß. Zuerst entwickelte Köpenick ein eigenes unabhängiges Selbstbewusstsein, was touristische Werbung anbelangt, weil die Bedeutung für die regionale Wirtschaft erkannt wurde. Bei Spandau war es später ähnlich.

Nun, da die Zahl der Berlin-Touristen erfreulicherweise immer noch stetig steigt, aber unerfreulicherweise auch Probleme verursacht, richtet sich der Blick stärker auf die Randbezirke. Die überlaufenen touristischen Ziele in Berlin sollen entlastet werden, indem man bisher unbeachtete Berliner Bezirke, ihre Ortsteile und Sehenswürdigkeiten besser vermarktet. VisitBerlin pflegt seit längerer Zeit in seine App und Website touristische Sehenswürdigkeiten aller anderen Berliner Bezirke ein. Als erste Information ist das schon mal nicht schlecht, reicht aber bei Weitem nicht aus. Deshalb fördert VisitBerlin die touristische Werbung der Bezirke zusätzlich finanziell. So war es Spandau 2017 möglich, eine umfangreiche Broschüre zur Präsentation des Bezirks auf der ITB zu drucken.

Der Tagesspiegel vom 29.1.2018 titelte: „Bezirke verstecken sich hinter der Marke Berlin“. Im Untertitel heißt es weiter: „Auch in anderen Teilen der Stadt wird provinziell klingendes abgeworfen.“ Dazu liefert der Beitrag passende Beispiele. Alle interessanten touristischen Orte geben nach und nach ihre ursprünglichen Namen auf. So hat die Umbenennung der Zitadelle möglicherweise eine spannende Diskussion in Gang gebracht.

Wie verhalten wir uns, wenn wir einen Urlaub in einer anderen Stadt planen? Machen wir uns die Mühe, Sehenswürdigkeiten nach Stadt- oder Ortsteilen zu suchen? Interessieren wir uns nicht zu allererst für die Orte und Sehenswürdigkeiten, die auch alle anderen besuchen? Sollen diese am besten nicht auch fußläufig erreichbar sein? Von diesem Gedanken ausgehend scheint es logisch, auch die Sehenswürdigkeiten der Bezirke als Berliner Sehenswürdigkeiten zu vermarkten.

Trotzdem täte den Bezirken mehr Selbstbewusstsein gut. Dabei reicht es nicht, nur die lokalpatriotische Fahne zu schwingen, ohne Inhalte zu liefern. Stolz auf etwas kann man nur sein, wenn man selbst seinen Teil, wie klein er auch immer sein möge, dazu beigetragen hat. Stolz als Zeichen der Abgrenzung ist nur kontraproduktiv. Spandau hat über Jahre ein Image gepflegt, welches immer wieder die „Zwangseingemeindung nach Berlin“ problematisierte. Manch Spandauer hat deshalb das Gefühl, ein besserer Mensch zu sein als die restlichen Berliner. Mit einem solchen Anspruch schafft man sich keine Freunde und fördert nur die Abneigung von Besuchern der Stadt gegenüber Spandau. Spandau hat viel zu bieten. Darüber muss immer wieder berichtet werden. Nörgeln über unbefriedigende Zustände ist wenig zielführend.

Die Zeiten, als Berliner und Spandauer zur Erbauung der Obrigkeit gegeneinander in die Schlacht zogen, sind längst vorbei. Letztendlich wurden beide missbraucht, weil sie nur Staffage für einen Versuch waren, die Nikolai-Kirche in der Altstadt zu zerstören. Freundlich frotzelnd gepflegte „Feindschaften“ mit der nahen Nachbarschaft gibt es überall. Zum Problem werden sie nur dann, wenn man sie zu ernst nimmt. Dagegen tragen sie zum Lokalkolorit bei, wenn sie mit einem Augenzwinkern verbunden sind.

Spandau mit eigener Tourismusbeauftragten

Jana Friedrich ist Spandaus Tourismusbeauftragte

Jana Friedrich ist Spandaus Tourismusbeauftragte (Foto: Privat)

Wie wichtig dem Bezirk Spandau die touristische Entwicklung ist, zeigt sich in der Schaffung einer eigenen Vollzeitstelle für eine Tourismusbeauftragte. Tourismus gehört zu den bedeutsamsten Wirtschaftsfaktoren Berlins. Vom stetig steigenden Tourismusstrom möchte auch der Bezirk profitieren. Das schafft und sichert Arbeitsplätze. Dem wird mit der neuen Tourismusbeauftragten Jana Friedrich Rechnung getragen. Bisher lastete das Marketing für den Bezirk allein auf den Schultern von Partner für Spandau. Besonders durch den Weihnachtsmarkt kamen viele Besucher nach Spandau.

Möglicherweise kommen auch die Spandauer Übernachtungsanbieter nun auf den Gedanken, dass Spandau mehr ist als nur die Schlafstadt für Berlin-Besucher. Bisher sind Hinweise für ihre Übernachtungsgäste auf touristische Sehenswürdigkeiten im Bezirk eher rar gesät.

Das Citadell Music Festival bringt viele Besucher in die Zitadelle und damit nach Spandau. Bisher ist es aber nicht gelungen, diese auch für den Rest Spandaus oder auch die Zitadelle selbst zu interessieren. Für die meisten Konzertbesucher ist diese nur eine schöne Kulisse. Die wenigsten werden die Renaissancefestung mit ihren Museen, Kunstausstellungen, Künstlern und Kunsthandwerkern näher in Augenschein nehmen, geschweige denn die Altstadt oder andere Ortsteile besuchen. Nach den Konzerten geht es schnell wieder ab nach Berlin.

Es gilt also, Wege zu finden, um Besucher für Spandau und seine kulturellen und touristischen Angebote zu interessieren oder gar zu begeistern.

Jana Friedrich ist Spandaus Tourismusbeauftragte

Spandau-Tourismus ist ihre Kernaufgabe

Jana Friedrich ist Spandaus Tourismusbeauftragte

Jana Friedrich ist Spandaus Tourismusbeauftragte (Foto: Privat)

Das Jahr 2018 startet gut für Spandaus Wirtschaftsförderung: die neu geschaffene Stelle der Tourismusbeauftragten wurde endlich besetzt. Jana Friedrich ist seit Mitte Januar 2018 die Ansprechpartnerin in allen touristischen Belangen. Insbesondere die Begleitung und Umsetzung des bereits gestarteten Projekts „Spandau Tourismus“ in Zusammenarbeit mit der Agentur „Gröschel Branding“ gehört zu ihrer Kernaufgabe.

Jana Friedrich (XING) war früher als Sachbearbeiterin für Wirtschaftsförderung und Tourismusmanagement der Stadt Werder (Havel) tätig. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der BTE Tourismus- und Regionalberatung beschäftigte sie sich mit der praxisorientierten, umsetzbaren Tourismusberatung und Konzeptentwicklung in der Regionalentwicklung. Mit diesem Erfahrungshintergrund dürfte sie auch in Spandau die richtige Person als Tourismusbeauftragte sein.

Die Agentur „Gröschel Branding“ wurde vom Bezirksamt Spandau damit beauftragt, die touristischen Potentiale des Bezirks zu erschließen. Das Projekt ist auf zwei Jahre befristet und wird mit 300.000 Euro von der Senatsverwaltung für Wirtschaft gefördert.

Mit der Schaffung einer Vollzeitstelle allein für den Tourismus in Spandau erkennt und würdigt der Bezirk die besondere Bedeutung des Tourismus als bedeutsamen Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor. Mit Frau Friedrich werden die Aktivitäten des Tourismus in Spandau stärker koordiniert und konzeptionell ausgebaut.

Sie versteht sich gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung als Partner aller Tourismusakteure, um die Destination Spandau stärker in den Focus unserer Metropole zu rücken und ein klares Profil des breiten Angebotes zu zeichnen.

Die Wirtschaftsförderung Spandau bezog neue Räumlichkeiten und ist jetzt im Nebengebäude des Rathauses zu finden (Zimmer: 1028-1030).

Wirtschaftsstadtrat Gerhard Hanke und der Leiter der Wirtschaftsförderung Patrick Sellerie führen gemeinsam aus:

„Ein gutes Signal für den Spandau-Tourismus. Das bereits im letzten Jahr erfolgreich begonnene Tourismusprojekt wird mit seinen weiter zu erarbeitenden Handlungsempfehlungen und konkreten Maßnahmen nicht im märkischen Sand verlaufen. Unsere neue Kollegin ist ein klares Bekenntnis des Bezirks, das Thema Tourismus fortlaufend zu begleiten und aus einer professionellen Hand zu steuern.“

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Weihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt im Gotischen Haus

Hier gibt es noch von Hand gefertigte Produkte auf dem Spandauer Weihnachtsmarkt

Weihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt im Gotischen Haus. Spandauer Pferdchen

Weihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt im Gotischen Haus. Spandauer Pferdchen (Foto: Ralf Salecker)

Das Gotische Haus lohnt besonders zur Adventszeit einen Besuch. In der Zeit vom 1. bis zum 4. Advent locken handwerklich gefertigte Produkte und Kunstobjekte in Berlins ältestes Bürgerhaus, das Gotische Haus in der Spandauer Altstadt. Eine ganz besondere Atmosphäre entsteht so in den historischen Räumen mit ihrem gotischen Gewölbe. Plastikkram aus Asien ist hier nicht zu finden. Die Besucher erwartet traditionelles Kunsthandwerk, Kunst und Design aus Berlin und dem Land Brandenburg. Berlins ältestes Bürgerhaus wird seit vielen Jahren zum Ruhepol auf dem Spandauer Weihnachtsmarkt. Seit mehr als 20 Jahren macht hier ein weihnachtlicher Kunsthandwerkerhof Station. 

Es mag überraschen. Ja, es gibt noch Spandauer, die das Gotische Haus in der Spandauer Altstadt noch nicht kennen. Anderen ist es eine lieb gewonnene Tradition geworden, ganz besonders während der Weihnachtszeit. Neben der Touristeninformation, in der Eintrittskarten für Konzerte in Spandau, Souvenirs und gedruckte Informationen zum Bezirk zu bekommen sind, locken wechselnde Ausstellungen und ein Museum die Besucher in Berlins ältestes Bürgerhaus. Zu Weihnachten gibt es hier auch Weihnachtskarten aus Spandau.

Handwerk bürgt für Qualität

Weihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt im Gotischen Haus. Keramikerin Dorothea Nerlich

Weihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt im Gotischen Haus. Die Keramikerin Dorothea Nerlich organisierte ihn rund 20 Jahre lang. (Foto: Ralf Salecker)

Hier gibt es keine Fabrikware zu kaufen. Viele Besucher kennen den Kunsthandwerkermarkt schon aus Zeiten, als sie selbst gerade einmal über die Tischkante schauen konnten. Die Faszination für Handwerkliches ist geblieben. Dabei ist es nicht allein ein nostalgisches Gefühl, welches die Leute ins Gotische Haus lockt. Handwerkliches steht für Qualität und Beständigkeit. Wie Ton zur Keramik wird, ist vielen ein Mysterium. Viele wissen nicht, ob Ton gebrannt wird. Immer mehr Menschen fehlt es an grundlegende Erfahrungen, wie Dinge. Gerne stehen die Handwerker und Künstler Rede und Antwort. Im umliegenden Trubel der Altstadt ist das Gotischen Haus in der Vorweihnachtszeit eine Insel der Ruhe.

Sowohl Weihnachtliches, Originelles, Erlesenes, Schönes, Verrücktes, Nützliches und Individuelles kann bestaunt aber auch erworben werden. Den Ausstellern kann man bei der Arbeit über die Schulter schauen und auch Fachfragen werden gern beantwortet. Die an den verschiedenen Ständen präsentierten Arbeiten sind von der Idee bis zur Fertigstellung in den jeweiligen Werkstätten in unserer Region von Hand gefertigt. Jeder Handwerker und Künstler ist während der gesamten Zeit persönlich an seinem Stand anzutreffen. Das sind Holzspielzeugmacher, Keramiker, Seifensieder, Korbflechter, Porzellanmaler, Puppenschneider, Glasbläser, Kerzenzieher, Schmuck-und Goldschmiede, sowie eine Ikonenmalerin.

Mit dabei ist auch der Goldschmied Gerd Korn. Zwei besondere Spandau-Schmuckstücke hat er zu bieten, deren Vorbilder vor vielen Jahren bei Ausgrabungen auf dem Spandauer Burgwall entdeckt wurden. Der Thebal-Ring mit der Aufschrift „THEBAL GVT GUTTANT“ sollte seinen Besitzern im Mittelalter Schutz vor Schlaganfällen garantieren. Solche Ringe waren einmal in ganz Europa verbreite. Eine weitere Replik aus alten Zeiten ist das „Spandauer Pferdchen“. Pferde waren in der heidnischen Welt von besonderer Bedeutung.

 

Weihnachtlicher Handwerkermarkt im Gotischen Haus

  • Breite Straße 32
  • 13597 Berlin-Spandau
  • vom 1. bis zum 4. Advent
  • Täglich von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet – samstags sogar bis 20 Uhr
  • Eintritt frei

Fotoimpressionen vom Märkischer Kunsthandwerkermarkt im Gotischen Haus